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Wundmanagement
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Hilfe bei chronischen Wunden

Wenn innerhalb von vier bis zwölf Wochen eine Wunde nicht heilt ist die Lebensqualität der betroffenen Menschen massiv beeinträchtigt. Ein professionelles Wundmanagement kann bei chronischen Wunden Abhilfe schaffen, indem es den Heilungsprozess beschleunigen oder sogar die Entstehung verhindern kann.

Chronische Wunden können verschiedenste Ursachen haben. Meist sind Erkrankungen der Venen oder Arterien, Diabetes mellitus aber auch andere Ursachen wie z.B. Infektionen, Tumoren oder seltene Hauterkrankungen verantwortlich dafür, dass eine Wunde nicht heilen will. Zu den häufigsten chronischen Wunden zählen das Beingeschwür (Ulcus cruris), das Druckgeschwür (Dekubitus) und Fußläsionen bei Zuckerkrankheit (Diabetisches Fußsyndrom). „Der erste therapeutische Schritt um die Abheilung einer Wunde zu erreichen, ist, sich intensiv mit der zugrunde liegenden Erkrankung auseinander zu setzen. Erst wenn diese im Griff ist, können weitere operative Eingriffe durchgeführt werden. Hier ist eine gute Zusammenarbeit von Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen gefragt“, erklärt OA Dr. Markus Duft vom Wundmanagement-Team im Krankenhaus Göttlicher Heiland.

Integriertes Therapiekonzept als Schlüssel zum Erfolg

Das besondere Therapiekonzept sieht eine zielgerichtete, interdisziplinäre, effiziente und extrem wirksame Versorgung vor. „Die Behandlung von Wundpatientinnen und -patienten wird individuell und bedarfsgerecht abgestimmt. Wir geben konkrete Therapieempfehlungen und kontrollieren laufend den Status der Wunde. Nur durch eine kontinuierliche Behandlung kann ein oft jahrelanger Leidensweg endlich abgeschlossen werden“, bestätigt die ausgebildete Wundmanagerin Michaela Krammel. Die Voraussetzungen für integratives Wundmanagement sind im Krankenhaus Göttlicher Heiland optimal, verfügt es mit der Spezialisierung auf den älteren Menschen über ein medizinisch hochwertiges, auf die Bedürfnisse dieser Patienten abgestimmtes Leistungsangebot: von der Chirurgie, der Diabetologie und Angiologie bis hin zur Kooperation mit externen Partnern.

Know-How aus zwei Jahren Wundambulanz

Das Krankenhaus Göttlicher Heiland hat von 2009 bis 2011 gemeinsam mit der Ärztekammer und Wiener Gebietskrankenkasse ein Projekt zur „Integrativen Wundversorgung“ durchgeführt. 2009 wurde das in Österreich einmalige Angebot mit dem Gesundheitspreis der Stadt Wien ausgezeichnet. Für die Betroffenen konnten deutliche Erfolge erzielt werden: Im Schnitt bestand die Wunde bei den Patienten vor Aufsuchen der Ambulanz bereits 20 Monate, mit der Behandlung in der Wundambulanz lag die mittlere Abheilungsdauer nur noch bei ca. 5 Monaten, bereits nach durchschnittlich 5 ambulanten Besuchen waren die meisten Wunden sogar gänzlich verheilt. Bei acht von zehn Patienten, die bereits zur Amputation zugewiesen wurden, konnte das Bein erhalten werden. Dieses Know-How kommt nun weiterhin allen stationären Patientinnen und Patienten zu Gute.

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