Seitenanfang

Seiten-Titelbild:
Patientenverfügung, Vorsorgemöglichkeiten
Inhalt:

Patientenverfügung und Vorsorgemöglichkeiten

Damit im Ernstfall wichtige Angelegenheiten so geregelt werden, wie Sie sich das wünschen, ist es wichtig, vorzusorgen. Damit können Sie sich letztlich Ihre Selbstbestimmung sichern.  

Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung können bestimmte medizinische Behandlungen im Voraus abgelehnt werden. Somit sichert eine Patientenverfügung letztlich Ihre Selbstbestimmung. Die Verfügung gilt erst dann, wenn Sie Ihren Willen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausdrücken können - zum Beispiel weil Sie nicht mehr kommunizieren können oder weil Sie nicht mehr über die notwendigen geistigen Fähigkeiten verfügen.

Die Patientenverfügung kann jederzeit wiederrufen werden. Sie muss nach fünf Jahren erneuert werden.

Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht können Sie festlegen, wer bestimmte Angelegenheiten übernehmen soll, wenn Sie dazu - zum Beispiel aufgrund von länger andauernder Bewusstlosigkeit oder Demenz - nicht fähig sind. So können Sie zum Beispiel bestimmen, wer im Ernstfall Wohnungsmietangelegenheiten oder Entscheidungen über medizinische Behandlungen für Sie regeln soll.

Legen Sie keine Bevollmächtigten fest, so wird vom Pflegschaftsgericht eine Sachwalterin oder einen Sachwalter bestellt, sollten Sie nicht mehr entscheidungsfähig sein.

Eine Vorsorgevollmacht muss gut überlegt werden und soll nicht im Schnellverfahren erstellt werden. Besprechen Sie Ihre Vorsorgevollmacht sowohl mit Expertinnen und Experten als auch mit den Ihnen nahestehenden Menschen. 

Sachwalterschaft

Gibt es keine anderen Regelungen wie vertretungsbefugte Angehörige, Vorsorgebevollmächtigte, Familie oder psychosoziale Dienste, wird ein Sachwalter oder eine Sachwalterin bestellt.

In unserer Gesellschaft, die sich durch eine steigende Lebenserwartung der Bevölkerung auszeichnet, ist die Betreuung von alten und/oder pflegebedürftigen Menschen besonders wichtig. Wenn diese psychisch krank oder geistig behindert und daher nicht mehr fähig sind, ihre Geschäfte ohne Nachteil für sich wahrzunehmen, wird bei Gericht eine Sachwalterin/ein Sachwalter bestellt. Sie/er übernimmt dann die gesetzliche Vertretung der Person.
Eine Sachwalterschaft regelt die Entziehung oder Einschränkung der Rechte einer Person.

Quellen:
www.wien.gv.at
www.medethik.at

Ein Unternehmen der VINZENZ GRUPPE Gesundheit kommt von Herzen