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8. Mai 2017 - Zukunft der Pflege: Maietta-Hatch Kinaesthetics
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Zukunft der Pflege: Maietta-Hatch Kinaesthetics

Der Tag nach einem operativen Eingriff ist oft der schlimmste für Patientinnen und Patienten. Bewegungen schmerzen, Aufstehen wäre notwendig, fällt aber schwer. Und die helfend gemeinten Handgriffe der Pflegerin machen es oft nicht einfacher auf die Beine zu kommen. Um solche Situationen zu vermeiden, wurde im Göttlicher Heiland Krankenhaus Wien die „Präoperative Beratung“ auf Basis von Maietta-Hatch (MH) Kinaesthetics eingeführt. Dabei werden die Patienten schon vor dem Eingriff auf die Zeit danach vorbereitet: Pflegende üben das wund- und narbenschonende Aufstehen, zeigen, wie die Drehung im Bett gelingen kann oder informieren den Patienten offen, mit welchen Beschwerden er rechnen muss. Die Erfahrung zeigt, dass die so vorbereiteten Patienten besser mit den Folgen eines Eingriffs zurechtkommen. Im Göttlicher Heiland Krankenhaus gelingt es, 90 % der Patienten mit dieser Beratung zu erreichen.

Die präoperative Beratung ist aber nur ein Beispiel, wie MH Kinaesthetics, die Lehre von der Bewegungsempfindung, in dem Wiener Ordenskrankenhaus seit 2011 in den Alltag integriert wird.

MH Kinaesthetics für alle Mitarbeiter – und damit auch Patienten
„Die umfassende Ausbildung, Begleitung in der Anwendung und der ausdrückliche Wunsch nach Umsetzung sind in diesem Ausmaß in Wien einzigartig, wenn nicht gar österreichweit“, betont die stellvertretende Pflegedirektorin Cornelia Pfeffer. Seit dem Start wurden bereits mehr als 470 Pflegekräfte in MH Kinaesthetics geschult. Die Schulung erfolgt aufbauend von einem Grund- über einen Aufbaukurs bis hin zum zertifizierten Anwender, der die Praxisbegleitung für Kinaesthetics in allen Bereichen durchführt.

Zukunft der Pflege: MH Kinaesthetics
Im Zuge der umfassenden Anwendung zeigt sich, welche Win-Win-Situation MH Kinaesthetics sowohl für Patienten als auch Pflegende schafft. Christine Pauli-Jagoditsch, MH Kinaesthetics-Trainerin im Göttlicher Heiland Krankenhaus und Organisatorin der Schulungen, führt aus: „Bei der Arbeit nach MH Kinaesthetics gibt es kein Schema, denn jeder Patient und auch jeder Helfende ist anders. Es gilt daher stets einen individuell passenden Weg zu finden. Das erlaubt kreatives Arbeiten und gibt gerade in der Pflege das Gefühl, tatsächlich unterstützend tätig zu sein.“

Bewegungsempfindung im Mittelpunkt
Bei MH Kinaesthetics wird genau darauf geschaut, was der einzelne Patient kann und wie er es tut. Aber die Pflegenden achten auch darauf, wie es ihnen damit geht. Dieses wechselseitige Rücksichtnehmen ist schonend und fördernd für beide Seiten. Cornelia Pfeffer erklärt: „Wir wollen weg von dem „So macht man das.“ und hin zu einem „Was tut uns beiden gut?“ Ziel der Gesundheits- und Krankenpflege ist es, ressourcenfördernd zu arbeiten und so die Fähigkeiten der Patienten zu erhalten. Dieser Aspekt ist gerade bei der Betreuung älterer Patienten wichtig – und damit auch das Thema der Zukunft um der steigenden Lebenserwartung optimal begegnen zu können. Aber auch in allen anderen medizinischen Bereichen schafft Kinaesthetics eine Aufwertung in den individuellen Betreuungsmöglichkeiten. Cornelia Pfeffer betont: „Für mich ist MH Kinaesthetics die Zukunft in der Pflege.“

Mehr zu MH Kinaesthetics
Dr. Lenny Maietta und Dr. Frank Hatch entwickelten in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts Kinaesthetics als die Lehre von der Bewegungsempfindung. Die beiden Gründer stellen dabei eine Systematik zur Verfügung, um Bewegungsressourcen zu beschreiben und adäquate Bewegungsangebote zu gestalten. Vor allem in der Pflege wurde diese Erkenntnis gut angenommen. MH (Maietta-Hatch) Kinaesthetics geht direkt auf die beiden Gründer zurück und ist als Bezeichnung geschützt.

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