Operationsmethoden

Im Adipositas-Zentrum des Göttlicher Heiland Krankenhauses werden alle gängigen Methoden der Adipositas-Chirurgie angeboten. Dabei sind zwei Methoden vorherrschend: die operative Verkleinerung des Magens und die operative Verkürzung der Verdauungsstrecke. Wird der Magen verkleinert, kann er weniger Nahrung aufnehmen. Wird die Verdauungstrecke verkürzt, setzt die Verdauung später ein und der Körper kann weniger Kalorien und Nährstoffe aufnehmen. Die meisten OP-Methoden sind eine Kombination aus beidem und werden individuell für den Patienten abgestimmt. „Am häufigsten wird bei uns die ‚Sleeve Resection‘, der ‚Y-Roux Magenbypass‘ und der ‚Omega Loop Bypass‘ durchführt. Die Eingriffe erfolgen minimalinvasiv (laparaskopisch), auch nach bereits erfolgten bariatrischen Operationen. Die OP-Methoden werden je nach Begleiterkrankungen und Ernährungsgewohnheiten ausgewählt und mit den Patienten besprochen“, so OÄ Dr. Obermayer. Die Eingriffe können das Risiko an Folgeerkrankungen zu erkranken drastisch senken, zeigen positive Effekte bei Diabetes und der Gewichtsverlust steigert die Lebenserwartung um Monate.

Methoden im Überblick

  • Y-Roux Magenbypass: Der Darmtrakt wird „umgebaut“ indem ein kleiner Vormagen gebildet und mit dem Dünndarm verbunden wird. Das verkleinert einerseits das Aufnahmevolumen und verkürzt gleichzeitig die Verdauungsstrecke. Die Folge ist, dass nicht alle Nahrungsbestandteile zerlegt und vom Körper aufgenommen werden. Das betrifft aber nicht nur die Kalorien, sondern auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die weniger aufgenommen werden können.
  • Omega Loop Bypass: Bei dieser Variation der Magenbypass-Operation wird ein kleiner Teil des Magens abgetrennt und mit dem Dünndarm verbunden. Der Darm wird im Gegensatz zum klassischen Magenbypass nicht durchtrennt, sondern eine Dünndarmschlinge mit dem Restmagen verbunden. Vorteile: eine kürzere Operationszeit und Aufenthaltsdauer im Krankenhaus, weniger postoperative Komplikationen.
  • Sleeve Resection: Ein  großer Teil des Magens wird entfernt und schlauchförmig verkleinert. Damit wird das Aufnahmevolumen stark reduziert. Es kommt zu keiner Verkürzung der Verdauungsstrecke, d.h. der Betroffene kann kleine Portionen „normal“ essen, es kommt zu weniger Mangelerscheinungen. Diese OP kann nicht rückgängig gemacht werden.
  • Magenband: Ein Silikonband wird um den oberen Teil des Magens gelegt und trennt einen kleinen Teil vom großen Restmagen. Die Nahrung sammelt sich im Vormagen und rutscht nur langsam durch die enge Öffnung, es entsteht rasch ein Sättigungsgefühl. Diese Methode war bis vor 15 Jahren die populärste OP-Methode. Aufgrund schlechter Ergebnisse im Langzeitverlauf wird diese Operationsmethode nur noch im Einzelfall durchgeführt.