Häufige Fragen

Anmeldung zur Geburt

Die Anmeldung zur Geburt erfolgt Mo-Fr (werktags) in unserer Schwangerenambulanz in der Zeit von 8.30 bis 11.30 Uhr. Sie brauchen für dieses persönliche Anmeldegespräch mit der Hebamme keinen Termin zu vereinbaren. Bringen Sie bitte Mutter-Kind-Pass, Blutgruppennachweis, E-card und das ausgefüllte Formular mit. Wir bitten Sie, dies so bald wie möglich in den ersten Schwangerschaftswochen zu tun, weil wir stets auf viele Monate ausgebucht sind. Die Begrenzung der Geburtsanmeldungen dient Ihrer Sicherheit und der besonders guten Betreuung.

Einzel- und Familienzimmer, Sonderklasse, Kosten

Sind Sie auf Sonderklasse – auch ohne Anspruch auf Einzelzimmer – versichert, so erhalten Sie ohne Zusatzkosten ein Einzelzimmer/Familienzimmer. Dieser Anspruch auf das Einzelzimmer/Familienzimmer gilt allerdings nur ab der Geburt, nicht schon in der Schwangerschaft. Für das Familienzimmer mit Zusatzversicherung entstehen für die Frau keine Kosten, für den Partner 85 € inkl. Verpflegung. Zusätzliche Kosten entstehen nur, wenn Sie sich zur Geburt für eine eigene Hebamme entscheiden.

Sie haben keine Zusatzversicherung: Eine Aufzahlung auf Sonderklasse ist möglich, die genauen Kosten erfahren Sie in den Ambulanzen, in der Aufnahme und bei der leitenden Hebamme.

Familienzimmer ohne Zusatzversicherung: Der Partner kann sich nach der Geburt aufnehmen lassen. Für die Frau entstehen keine Zusatzkosten, für den Partner belaufen sie sich auf € 50,05 per Nacht exkl. Verpflegung.

(Wahl-) Hebammen, Nachbetreuung, Kosten

Sie können sich eine eigene Hebamme (aus der Wahlhebammenliste des Haus Lena) zur Geburt auswählen. Die Kosten hierfür betragen ab € 1.300. Die Rufbereitschaft ab der 38. Woche sowie die Geburt sind inkludiert. Für einen  Hausbesuch zahlen sie etwa € 90. Hiervon refundiert die Krankenkasse 80 % des Kassentarifs pro Hausbesuch.

Wir weisen darauf hin, dass hier kein Vertragsverhältnis mit dem Göttlicher Heiland Krankenhaus, sondern zwischen Ihnen und der Wahlhebamme begründet wird.

In der Liste unserer Hebammen finden Sie hauseigene sowie freiberufliche Hebammen.

Ambulante Geburt

Sie können sich bis 24 Stunden nach der Geburt entscheiden, ob Sie ambulant nach Hause gehen möchten. Allerdings benötigen Sie eine Hebamme und einen Kinderarzt, die Sie nachbetreuen. Es ist notwendig, das schon in der Schwangerschaft zu organisieren.

Kaiserschnitt: Indikation, Aufenthaltsdauer

Die Oberärztin bzw der Oberarzt entscheidet über die Methode der Entbindung. Diese hängt u. a. vom Geburtsfortschritt sowie vom CTG ab. Selbst wenn Sie kein Doppelzimmer mit Rundumanwesenheit Ihres Partners haben, kann dieser doch mindestens 12 Stunden pro Tag an Ihrer Seite sein. Auch die Schwester und Hebammen unterstützen Sie in dieser Situation mit Erfahrung und besonderer Zuwendung.

Nach einem Kaiserschnitt können Sie ab dem 4. postoperativen Tag nach Hause gehen, wobei der OP-Tag als Tag Null gilt. Die Aufnahme erfolgt am Abend vor der Operation. Sie bleiben also mindestens 6 Tage im Spital. 

Aufenthalt nach Normalgeburt

Sie werden am dritten Tag nach der Spontangeburt entlassen. Dann sind alle Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen für das Baby beendet. Bei einer früheren Entlassung oder ambulanten Geburt müssen nachbetreuende Hebammen und Kinderarzt bekannt und informiert sein. Die Untersuchungen werden dann auswärts gemacht.

Vorzeitiger Blasensprung: Was tun?

Wenn die Fruchtblase noch vor Eintritt von Geburtswehen platzt, kommen Sie bitte jedenfalls sofort und liegend ins Spital (Krankentransport anrufen). Bleiben Sie aber unbesorgt: Etwa  jede 10. Geburt beginnt mit einem vorzeitigen (vor Eintritt von Geburtswehen) Blasensprung.

Einleiten der Geburt

Am 9. Tag nach dem erwarteten Entbindungstermin bekommt die Frau einen sanft unterstützenden Wehencocktail; am 10. Tag wird die Geburt mit einem Medikament (Scheidenzäpfchen) eingeleitet. Anders verhält es sich bei Vorliegen eines  Schwangerschaftsdiabetes: Hier wird ohne Ausnahme am errechneten Entbindungstermin eingeleitet.

Wann ins Spital?

Die erste Kontrolle (CTG, Harn, Blutdruck) erfolgt am errechneten Termin der Entbindung, danach wird für alle 2-3 Tage ein Termin mit der Hebamme vereinbart. Bei Blasensprung oder Blutung kommen Sie jederzeit und sofort ins Krankenhaus.

Frühgeburt: Was tun?

Bei Verdacht auf frühzeitige Wehen kommen Sie bitte unverzüglich in unsere Ambulanz. Wenn nötig veranlassen wir eine Wehenhemmung und Lungenreifung. Sollte eine Frühgeburt unausweichlich sein, werden Sie in ein auf neonatologische Problemfälle spezialisiertes Zentrum gebracht. Bei einem Blasensprung vor der vollendeten 34. Woche ist es aber vernünftiger, dieses sofort anzufahren.

Probleme nach der Geburt

Nur bei 2 von 100 Neugeborenen, die bei der Geburt Probleme haben, ist eine Überstellung in eine neonatologische Abteilung notwendig. Diese Entscheidung trifft der Kinderarzt. Bis zu seinem Eintreffen wird Ihr Kind von einem dafür speziell geschulten Team, bestehend aus Anästhesisten, Gynäkologen, Hebammen und Kinderschwestern erstversorgt und betreut.

Dammschnitt

Ein Dammschnitt wird möglichst vermieden, auch bei Anwendung einer Saugglocke ist er nicht obligat.  Die Aufenthaltsdauer nach einem Dammschnitt ist nicht länger als bei einer normalen Geburt.

Risikoschwangerschaften

Die Definition Risikoschwangerschaft umfasst z.B.

  • Schwangerschaftsdiabetes
  • Zwillinge
  • Übergewichtige Kinder
  • Untergewichtige Kinder
  • Schwangerschaft mit erhöhtem Blutdruck
  • Schwangerschaft nach vorangegangenem Kaiserschnitt

Diese Schwangerschaften werden von uns engmaschig kontrolliert.

Anästhesisten

Die Anästhesisten (z.B. für Kreuzstich oder Narkose) sind rund um die Uhr im Hause verfügbar.

Peridurale Anästhesie (PDA)

Wir haben eine PDA-Rate von unter 10 %. Ein Aufklärungsgespräch dazu ist in der Schwangerschaft nach Terminvereinbarung möglich. Sie können sich aber auch noch während der Geburt dafür entscheiden.

Schwangerschaftsturnen, Geburtsvorbereitung

Wir haben ein umfangreiches Angebot für die Zeit vor und nach der Geburt. Im Haus Lena gibt es Gymnastik, Geburtsvorbereitungskurs, Yoga etc. 

Geburtsdauer

Bei Erstgebärenden ist mit einer durchschnittlichen Geburtsdauer von 12-15 Stunden zu rechnen, bei Mehrgebärenden durchschnittlich 8-10 Stunden. Die Dauer kann von Fall zu Fall sehr stark variieren.

Partner, Besuchszeiten

Zur Geburt können Sie gerne eine Begleitperson mitnehmen. Nach der Geburt sind die Besuchszeiten für Väter von 9 bis 20 Uhr, für Angehörige und Freunde von 15 bis 19 Uhr.

Organscreening

Für diese freiwillige spezielle Ultraschall-Untersuchung in der 22. Woche verweisen wir Sie auf spezialisierte Zentren wie Gynschall, Fetomed und Babyschall:
www.gynschall.at, www.fetomed.at, www.babyschall.at

Diabetes

Bei Vorliegen eines (Schwangerschafts-) Diabetes sorgt unsere Diabetesambulanz für engmaschige Kontrollen (internistische Kontrolle sowie Ultraschall-Kontrolle des Kindes).

Blutgruppen-Bestimmung

Wir bestimmen die Blutgruppe des Kindes nur bei Rhesus negativen Müttern. Dies geschieht durch die für das Kind schmerzfreie Abnahme des Nabelschnurblutes.

Gewichtszunahme

Wie viel Sie in der Schwangerschaft zunehmen sollen, ist individuell verschieden und hängt von ihrem Ausgangsgewicht ab. Die Zunahme sollte aber im Schnitt 15 kg nicht überschreiten.

Stammzellen

Stammzellen-Blutabnahmen führen wir gerne durch. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig – etwa 8 Wochen vor der Geburt – bei www.vita34.de bzw. www.vivocell.org

Kontakt

Geburtshilfliche Ambulanz
Mo-Fr 8.30-13.30 Uhr
T: +43 1 40088–7700