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Adipositas-Zentrum
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Adipositas-Zentrum

Bei Adipositas handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei welcher die Ansammlung von Fettgewebe im Körper das normale Maß überschreitet.

BMI

Als Maß für Adipositas wird der Body-Mass-Index (BMI = Gewicht/Größe²) herangezogen. Dieser gibt Auskunft über das Verhältnis von Gewicht und Körpergröße - übergewichtig ist, wer einen BMI zwischen 25 und 29,9 hat, von Adipositas ist ab einem BMI von 30 die Rede.

Risikofaktoren

Die Ursachen für Adipositas sind vielfältig. Der übermäßige Anteil von Fettgewebe ist primär auf eine über einen längeren Zeitraum erhöhte Kalorienzufuhr zurückzuführen, welche weit über den täglichen Energieverbrauch des Körpers hinausgeht. Bei den meisten Menschen beeinflussen jedoch mehrere Faktoren die Krankheitsentstehung. Mögliche Risikofaktoren sind u.a. genetische Veranlagung, zu wenig körperliche Bewegung, schlechte Ernährungsgewohnheiten, Essstörungen, Stoffwechselerkrankungen, Stress und andere psychosoziale Faktoren.

Begleit- und Folgeerkrankungen

Immer mehr Menschen leiden weltweit an Übergewicht, Adipositas, Diabetes mellitus und anderen Stoffwechselerkrankungen. In Österreich hat etwa ein Fünftel der Bevölkerung mit einem BMI von über 30 starkes Übergewicht. Adipositas ist jedoch nicht nur ein "optisches Problem" - die Erkrankung beeinflusst die Lebensqualität, das körperliche Wohlbefinden und die Gesundheit auf vielfältige Weise, da mit jedem überschüssigen Kilo das Risiko für Folgeerkrankungen steigt. Mögliche Begleit- und Folgeerkrankungen von Adipositas sind u.a. Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Schlafapnoe, weiters wird durch das Übergewicht auch der Bewegungsapparat besonders in Mitleidenschaft gezogen. Außerdem leiden Patienten mit Adipositas häufig unter Diskriminierung und Vorurteilen, was psychisch enorm belastend ist und zu unterschiedlichen psychischen Störungen führen kann.

Behandlung (bariatrische Chirurgie: Magenband, Sleeveresection, Magenbybass, Omega Loop Bypass)

Kommt es durch eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung nicht zur gewünschten Gewichtsabnahme, können chirurgische Eingriffe helfen. Besonders ab einem BMI von 35 kann ein chirurgischer Eingriff zielführend sein, um eine dauerhafte Gewichtsreduktion zu erreichen. Eine operative Behandlung erleichtert Patienten die Gewichtsabnahme, kann Blutzucker-, Blutdruck- und Blutfettwerte senken und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren. Unser erfahrenes Team der Adipositas-Ambulanz im Göttlicher Heiland Krankenhaus, das aus Experten aus den Bereichen Chirurgie, Ernährungsberatung und Psychotherapie besteht, berät Patienten eingehend, welche Maßnahmen helfen können, um das Gewicht langfristig zu reduzieren. Dabei spielen chirurgische Eingriffe eine immer größere Rolle.

Im Göttlicher Heiland Krankenhaus werden jedes Jahr zwischen 100 und 150 Adipositas-Operationen durchgeführt.
 
Für den Eingriff stehen verschiedene Operationsmethoden zur Wahl; im Göttlicher Heiland Krankenhaus werden alle gängigen Methoden der Adipositas-Chirurgie angeboten, darunter: Magenband, Sleeveresection, Magenbybass, Omega Loop Bypass. Die Wahl des Operationsverfahrens wird stets individuell abgewogen und orientiert sich u.a. auch an den Begleiterkrankungen und Ernährungsgewohnheiten des Patienten. Für den Eingriff stehen verschiedene Operationsmethoden zur Wahl; im Göttlicher Heiland Krankenhaus werden alle gängigen Methoden der Adipositas-Chirurgie angeboten, darunter: Magenband, Sleeveresection, Magenbybass, Omega Loop Bypass. Die Wahl des Operationsverfahrens wird stets individuell abgewogen und orientiert sich u.a. auch an den Begleiterkrankungen und Ernährungsgewohnheiten des Patienten.

  • Magenbypass: Der Magenbypass ist die derzeit häufigste Operationsmethode. Es wird ein kleiner Vormagen gebildet, welcher mit dem Dünndarm verbunden wird. Die Auswirkungen sind sehr erfolgsversprechend.
  • Sleeveresection: Bei einer Sleeveresection wird Patienten mit sehr hohem BMI ein Teil des Magens entfernt. Im Kurzzeitverlauf zeigt die Methode gute Ergebnisse, im Langzeitverlauf schneidet der Magenbypass besser ab.
  • Omega Loop Bypass: Bei dieser Variation der Magenbypass-Operation wird der Dünndarm nicht durchtrennt.
  • Malabsorptive Operationsmethode: Durch die Verkürzung der Verdauungsstrecke fu?r die Nahrung im Dünndarm kann der Körper die Kalorien nur noch teilweise aufnehmen. Die Methode kommt dann zum Einsatz, wenn andere Operationstechniken ohne Erfolg sind.
  • Magenband: Bis vor 15 Jahren war das Magenband die populärste Operationsmethode. Allerdings haben Patienten im Langzeitverlauf wieder zugenommen und es kam zu Komplikationen, weswegen die Methode heute nur noch auf Wunsch des Patienten durchgeführt wird. Allen Methoden ist gemein, dass sie minimal-invasiv durchgeführt werden und auch nach bereits erfolgten Eingriffen möglich sind.

Neben umfassender Beratung und Abklärung dahingehend, welche Methode die geeignetste ist, sind vor einem Eingriff folgende Vorbereitungen zu treffen:

  • Laborbefund
  • Internistische Operationsfreigabe
  • Diätberatung
  • Psychologisches Gutachten
  • Gastroskopie
  • Oberbauch-Sonographie (Ultraschall)
  • Lungenröntgen
  • Freigabe der Krankenkasse
  • 24-Stunden-pH-Metrie und Ösophagusmanometrie (bei Sleeve-Gastrektomie)
  • Koloskopie (ab 45 Jahre)
  • Knochendichtemessung (ab 45 Jahre) 

Alle Voruntersuchungen können ambulant durchgeführt werden.

Nachbetreuung

Eine intensive Begleitung des Patienten ist auch nach einem operativen Eingriff besonders wichtig für einen dauerhaften Erfolg. Neben regelmäßigen postoperativen Kontrollen in der Adipositas-Ambulanz sind eine laufende Ernährungsberatung und die enge Zusammenarbeit mit dem Hausarzt von großer Bedeutung. So muss beispielsweise die Langzeiternährung auf eine eiweißreiche, fettarme und kohlenhydratmodifizierte Kost umgestellt werden. Spezielle ärztlich angeordnete Nahrungsergänzungsmittel sorgen für die notwendigen Vitamine und Spurenelemente. Bisherige Medikamente werden auf den Gewichtsverlust eingestellt.

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