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Ein Team für viele Fälle

Gesundheitsberufe
Patientenservice

Logos steht für „Wort“, Logopädie ist demnach die „Lehre des Wortes“, also der Sprache. Das derzeit vierköpfige Team der Logopädie kommt zum Einsatz bei Sprech-, Sprach- und Schluckstörungen etwa nach Schlaganfällen oder bei anderen Krankheitsbildern, die Auswirkungen auf die Kommunikation oder das Schlucken haben.

In dem kleinen Team gibt es keine Spezialisierungen – jede*r deckt alle Störungsbilder ab und ist auf unterschiedlichen Stationen unterwegs. „Wir begleiten Patient*innen dabei, zum Beispiel nach einem Schlaganfall wieder kommunizieren zu können“, erklärt Clara Bittner. Nach einer ausführlichen Diagnostik werden mit spracheingeschränkten Personen die betroffenen sprachlichen Modalitäten wie produktive Sprache, Sprachverständnis, Schriftsprache und Lesesinnverständnis trainiert. „Manchmal ist es erforderlich, mit vorgefertigten oder auch selbst erstellten Skizzen der Schluckstrukturen Diagnosen und Therapieschritte genau zu erklären“, sagt Silvia Nowak. Auch die Begleitung der Essensaufnahme ist auf den unterschiedlichen Stationen, wie z.B. der Akutgeriatrie oder der Neurologie Teil der Aufgaben. „Dabei geht es um die Beurteilung der Schluckfähigkeit. „Wir versuchen die richtige Kostform für die Patient*innen zu finden und Strategien für das sichere Schlucken zu trainieren“, erklärt Marc Jeffry Quidet. Das Team der Logopädie ist auch auf der Stroke Unit beschäftigt, wo nach einem Schlaganfall so früh wie möglich mit der Einschätzung von Sprach-, Sprech- und Schluckfähigkeit und der entsprechenden Therapie begonnen wird.

Alles unter Kontrolle auf der Intensivstation

Ein spezieller Bereich ist die Logopädie auf der Intensivstation. Hier werden unter anderem FEES-Untersuchungen durchgeführt, wofür Logopädin Theresa Bitriol wie auch Neurologin und Leiterin der Stroke Unit OÄ Dr. Eva Krisper-Stepan kürzlich die Zusatzausbildung abgeschlossen haben. FEES – Flexible endoskopische Evaluation des Schluckaktes ist eine Untersuchungsmethode, die zeigt, ob Nahrung und Speichel sicher abgeschluckt werden können. „Eine Aspirationspneumonie soll damit verhindert werden“, erklärt Theresa Bitriol. Schluckt man lange nicht, wie es bei intubierten Patient*innen der Fall ist, dann ist die Muskulatur geschwächt. „Im Fokus steht die Wiederherstellung der Schluckfunktion- sei es durch gezieltes Muskeltraining oder sensorische Reize“, so die Expertin.  

Kommunikationsausweis

Nicht alle Sprech- und Sprachstörungen lassen sich kurzfristig beheben. Oft ist lange Therapie nötig und teilweise fällt das Sprechen Patient*innen langfristig schwer. Aus diesem Grund wurde von Logopädin Angela Wandraschek-Strunz, die sich gerade in Karenz befindet, der Kommunikationsausweis ins Leben gerufen. Mit Icons für die wichtigsten Bereiche, die Patient*innen im und um das Krankenhaus benötigen, können sich Betroffene durch Zeigen besser verständigen.

Praxisbezug in der Ausbildung

Die Ausbildung zur Logopädin* / zum Logopäden* ist ein dreijähriges Fachhochschulstudium mit Therapie und Praxis. Während der Praktika hat man die Möglichkeit, in die unterschiedlichen Bereiche der Logopädie hineinzuschnuppern. Logopädie hat ein breites Spektrum an Indikationen und Therapiemöglichkeiten vom Säugling bis ins hohe Alter. Die Arbeit mit Erwachsenen nach verschiedenen Erkrankungen gestaltet sich anders. Theresa Bitriol erzählt über ihren Weg zum Jobwunsch: „Ich war als Kind selbst in logopädischer Behandlung und habe sehr gute Erinnerungen an diese Stunden. Durch das Studium habe ich gemerkt, dass mir die Therapie mit Erwachsenen doch mehr Spaß bereitet und mich vor allem die Schluckstörung sehr interessiert.“

Was die Logopäd*innen besonders an ihrer Arbeit schätzen? „Die Zusammenarbeit im logopädischen und interdisziplinären Team funktioniert sehr gut und trägt wesentlich zum Therapieerfolg bei. Auch die Organisation mit der Therapieleitung funktioniert gut – Susanne Steffek und Lisa Macho haben immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen!“

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