Collage: links zwei Portiere stehend vor Schild. rechts: Portiere in ihrer Loge bei der Arbeit.
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Von der Portiersloge aus alles im Blick

Menschen
Patientenservice
Mitarbeitergeschichten

„Ich habe einen Termin in der Ambulanz – wo muss ich hin?“, „Wir haben einen Patienten für die Akutambulanz“ oder „Wo ist denn bitte der Seminarraum?“ – sind Fragen, mit denen sich Patient*innen, Rettungsfahrer*innen und neue Mitarbeiter*innen an unsere Portier*innen wenden.

Dreh- und Angelpunkt

 „Als Portiere sind wir erste Anlaufstelle für ,eh alles‘“, meinen Halid und Stefan. Sie sind mit Salem, Gerhard und Indira das Portiersteam und gehören zum Patient*innenmanagement. Gemanagt wird von der Portiersloge so einiges: Telefondienst, Information, Schlüsselausgabe, Weiterleitungen, Kamerabeobachtung, Zeitungsverkauf und mehr. Multitasking-Fähigkeit steht ganz oben auf der Anforderungsliste, die man als Portier erfüllen muss. „Man ist alleine im Dienst. Da kommt es schon vor, dass das Telefon läutet, während man mit Patient*innen im Gespräch ist und gleichzeitig Mitarbeiter*innen auf Pakete oder Schlüsseln warten.“ Geduld, Verständnis, Belastbarkeit sind ebenso wichtig wie Mitgefühl laut Stefan, der sich bewusst ist: „Leute, die ins Krankenhaus kommen, sind oft in einer Ausnahmesituation. Besonders behutsam muss man natürlich mit Angehörigen von Verstorbenen umgehen, die fragen, wo sie sich verabschieden können.“ Als Dreh- und Angelpunkt sind die Portiere mit dem ganzen Haus in Kontakt. „Man muss wissen, wer wofür zuständig ist, und wo man Patient*innen hinschickt“, erklärt Halid. 

Von Notfällen und schlaflosen Patient*innen…

Unter der Woche sind die Dienste jeweils 18 Stunden, an Wochenende sogar 24 Stunden lang. Währenddessen entgeht den Portiersaugen nichts. „Es ist schon vorgekommen, dass Besucher*innen umgekippt sind, dann lösen wir umgehend Herzalarm aus, und das Erste Hilfe-Team kommt sofort“, erzählt Halid. Ab 15 Uhr betreut das Portiersteam auch die Aufnahme von Patient*innen der Akutambulanz. Spätestens ab 19 Uhr – nach den Besuchszeiten – wird es ruhig im Eingangsbereich. Der Nachtdienst gestaltet sich mit dem Befüllen von Patient*innenmappen, dem Einordnen von Fundsachen ins Archiv, wo neben Brillen oder Schmuck durchaus auch schon mal herrenlose Prothesen landen, und das Entgegennehmen und Herrichten der Tageszeitungen für die Stationen. Ab und zu verirrt sich auch ein*e schlaflose*r Patient*in nachts in die Eingangshalle, die*der dann geduldig wieder auf die richtige Station geleitet wird. Ab 22 Uhr ist Nachtruhe, die Türen sind verschlossen und die Portiere dürfen – bei telefonischer Erreichbarkeit – ruhen. Ab 5 Uhr werden die Krankenhaustüren wieder geöffnet und langsam trudeln die ersten Kolleg*innen ein. Dienstschluss ist für die Nachportiere nach der Dienstübergabe um 7 Uhr. Dieses Übergeben von wichtigen Informationen ist nicht nur für die Arbeit wichtig, Halid und Stefan sind sich einig, dass es ist auch ein zwischenmenschliches Highlight ist, denn „unser Team ist wirklich top. Wir halten zusammen, helfen uns gegenseitig und nehmen vieles mit Humor.“   

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