Seit Februar 2025 hat Christian Stojcic die Leitung der Krankenhausküche übernommen. Der erfahrene Koch ist bereits seit 2008 Mitarbeiter im Göttlicher Heiland Krankenhaus und kündigt sowohl im Teambuilding, beim Menüplan als auch in der Müllvermeidung Veränderungen und Weiterentwicklungen an.
„Eigentlich wollte ich nie Koch werden“, erzählt Christian Stojcic. Von 50 Bewerbungen als Kellner und einer als Koch bekam er die erste Rückmeldung von der Lehrstelle zum Koch und hat sie prompt angenommen. „Ich habe davor nur Toast zubereiten können und an meinem ersten Tag als Lehrling sind mir gleich mal Kartoffeln angebrannt“, lacht der heutige Küchenchef. Seine Lehre absolvierte er im Hotel Royal in Wien, wo er von österreichischer Hausmannskost, Fischvariationen und italienischer Luxus-Küche in den dortigen Restaurants in kurzer Zeit sehr viel gelernt hat. „Wie es in einem kleinen Betrieb eben ist, bin ich schon im ersten Lehrjahr für den Poissionier, den Fischkoch, eingesprungen“, erzählt Stojcic. „An diesem Abend hat mir ein französischer Gast persönlich gesagt, wie gut es ihm geschmeckt hat“, erinnert er sich.
Wunsch nach geregelten Arbeitszeiten
Den Umstieg in die Großküche machte der Familienmensch auf der Suche nach geregelten Arbeitszeiten. „Ich beginne zwar jetzt etwa um 5 Uhr früh zu arbeiten, kann aber am Nachmittag rechtzeitig gehen, um mit meinen Kindern Zeit zu verbringen“, begründet Christian Stojcic seinen Wechsel. Mittlerweile hat er Zusatzausbildungen als Hygienemanager über Lehrlingsausbildner und Diätkoch bis zum United Against Waste-Manager. Als Küchenchef steht er nur noch selten selbst am Herd – außer wenn das Team Unterstützung braucht oder zum Ausprobieren neuer Rezepte. Denn eine der ersten Neuerungen als Küchenchef war die Einführung eines neuen Speiseplans. Was er sich noch vorgenommen hat? „Feedback in regelmäßigen Mitarbeiter*innengesprächen einholen, , die Einhaltung des Budgets sowie eine weitere Reduktion der Essensreste.“ Um die Anzahl der Menüs besser einschätzen zu können, hat er für die Mitarbeiter*innen zum Beispiel ein Bestellsystem am jeweils vorigen Tag umgesetzt.